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Arabien

Arabien - Länder aus 1001 Nacht

Arabien ist die weltweit größte Halbinsel, die geografisch gesehen zwar zu Asien gehört, geologisch aber zu Afrika. Sie befindet sich auf der arabischen Platte.
Ihre Grenzen hat die arabische Halbinsel vom Gold von Akaba und dem Roten Meer im Südwesten und Westen, vom Arabischen Meer im Süden und Südosten. Im Nordosten grenzt der Persische Golf an Arabien.

Zu den Staaten Arabiens gehören Saudi-Arabien, der Oman, Katar, der Bahrain, der Jemen, die Vereinigten Arabischen Emirate (kurz: VAE) – diese Staaten liegen direkt auf der Arabischen Halbinsel und auf den vorgelagerten Inseln. Auch Jordanien, Kuwait und der Irak liegen teilweise auf der Halbinsel. Zu Arabien zählen außerdem Ägypten, Algerien, der Iran, der Libanon, Libyen, Marokko, der Sudan, Syrien und Tunesien.

Generell hat Arabien ein recht trockenes und heißes Klima, das dem der Sahara stark ähnelt. Über acht Monate des Jahres werden hier selbst im Schatten teilweise bis zu 45 ° C. In den Wintermonaten kommt es im äußersten Norden Arabiens nur selten vor, dass es regnet. Im südwestlichen Gebiet hingegen kann es vor allem in den Sommermonaten zu fast tropischen Regen kommen. In den Monaten von Juni bis September ist in Arabien der Samum, ein äußerst gefährlicher Glutwind, typisch.

Die Vegetation ist nur in wenigen Gebieten üppig, in den größten Teilen Arabiens findet man eine sehr karge Wüsten- und Steppenflora, wie sie aus der Sahara bekannt ist. Gebüsche oder auch kleinere Wälder finden sich nur dort, wo eine ausreichende Bewässerung vorhanden ist.

Arabien ist viermal größer als Deutschland und hat 3,5 Milliarden Einwohner. Das liegt unter anderem natürlich an der Vegetation. An der Ost- und Westküste – also im Oman und im Jemen – ist die Bevölkerungsdichte am stärksten.

In Bezug auf die alte Geschichte ist von Arabien recht wenig bekannt. Es wird vermutet, dass Arabien ursprünglich die Heimat der Semiten gewesen sein könnte. Erst mit der Verbreitung des islamischen Glaubens kam mehr Licht in die arabische Geschichte. Bis dahin war Arabien in vielen Teilen fast unbewohnbar – bekanntester Ort der damaligen Zeit war wohl Saba, ein sagenumwobenes Königreich, das im heutigen Jemen liegt.

Fast alle Länder Arabiens sind noch Entwicklungs- oder Schwellenländer, obwohl sich die Wirtschaft aller Länder in den vergangenen 5 Jahren sehr verbessert hat. Nur Kuwait, der Bahrain, Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate sind inzwischen Industrieländer.

Im März 1945 wurde in Kairo die „Arabische Liga“ durch die Gründungsstaaten Ägypten, Irak, Transjordanien (heutiges Jordanien), Jemen, Saudi-Arabien, Libanon und Syrien ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine internationale Organisation arabischer Staaten, die das Ziel verfolgt, die politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zu fördern. Bis auf den Iran, der noch als Beobachter auftritt, sind alle anderen Staaten Mitglied der „Arabischen Liga“.

Die arabischen Länder werden inzwischen immer mehr zu schönen Reisezielen – die beliebtesten Länder bei den Urlaubern sind wohl Tunesien, Ägypten oder auch Marokko. Aber auch alle anderen Staaten gewinnen zunehmend an Attraktivität bei den Reisenden, was nicht zuletzt an den Sehenswürdigkeiten liegt.

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