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Algerien

Algerien - Algier

Algerien mit seiner Hauptstadt Algier liegt im Nordwesten Afrikas und zählt rund 32 Millionen Einwohner. Auf dem afrikanischen Kontinent ist Algerien das zweitgrößte Land, das im Norden an das Mittelmeer und im Westen an Mauretanien und Marokko grenzt. Im Süden sind Niger und Mali, im Osten Tunesien und Libyen seine Grenzen.
Im Norden des Landes, der den Lebensraum Algeriens bildet, befindet sich das Atlasgebirge und im Süden breitet sich die Wüste Sahara aus.

Im nördlichen Algerien herrscht mediterranes Klima, während der Süden des Landes von extrem trockenem Wüstenklima geprägt ist. Im August herrschen sowohl an der Mittelmeerküste als auch an den nördlichen Hängen des Atlasgebirges etwa 25 ° C, selbst im Januar gibt es noch recht milde Temperaturen von 12 ° C. In der Regel kommen Niederschläge nur im Winter vor. Im Hochland hingegen regiert ein recht winterfeuchtes Steppenklima mit starken saisonbedingten Temperaturschwankungen von kaum 0 ° C in den Wintermonaten bis zu 30 ° C in den Sommermonaten. Die Niederschläge sind hier geringer und treten oft als Platzregen auf.
Im Süden – also in der Sahara – ist es dagegen heiß und trocken mit Temperaturschwankungen von bis zu 20 ° C. In den Wintermonaten können zeitweise Temperaturen unter 0 ° C gemessen werden, im Sommer klettert das Thermometer teilweise bis auf 40 ° C.

Heute hat Algerien nur noch einen Waldanteil von gerade mal 2 %. Vier Fünftel des Landes sind inzwischen fast ohne Vegetation. Aufforstungsmaßnahmen sollen jetzt aber helfen, dass die Wüste sich nicht noch mehr ausbreitet. Auf der Nordseite des Atlasgebirges, wo es ausreichend regnet, wachsen vor allem Atlas-Zedern, Kork- und Steineichen und mediterrane Sträucher. Nur in Gebieten, die mit Grundwasser versorgt sind, können auch Dattelpalmen wachsen.
In freier Wildbahn leben in Algerien Murmeltiere, Gazellen, Wüstenfüchse, Mufflons und Berberaffen. In einigen Gegenden findet man vereinzelt Geparde sowie Springmäuse, Echsen, Schlangen, Skorpione und diverse Vögel. Vor allem große Greifvögel sind in Algerien beheimatet.

Aufgrund von Unruhen in Algerien ist der Tourismus hier eher wenig von Bedeutung. Badeurlauber gibt es nur wenige und obwohl es auch in Algerien noch gut erhaltene Ruinen und historische Orte gibt, zieht es viele Touristen eher zu Wüsten-Safaris hin. Wer sich für Sight-Seeing interessiert, kann sich in Tlemcen im Hochland Algeriens die „Große Moschee“, die „Almohad-Wehrgänge“ und die „Mausourah-Festung“ anschauen. In Constantine, der Stadt die nur über Brücken erreichbar ist, kann man sich den „Ahmed Bey-Palast“ oder auch die „Djamma El Kebir-Moschee“ betrachten.

Die Reisesaison für Algerien ist im Winter. In dieser Zeit zieht es viele Urlauber in die Wüste, wo die Oasen als Unterkünfte dienen. Diese Oasen weichen aber von den Vorstellungen vieler Touristen von kleinen und palmenbewachsenen Orten ab, denn es sind eher größere Städte mit Moscheen, Geschäften und auch Gärten.
In Oran bieten sich interessierten Badeurlaubern neben historischen Stätten und Moscheen auch schöne Badestrände, obwohl diese Stadt eigentlich das Finanzzentrum Algeriens ist.