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Bahrain

Bahrain - Manama

Bahrain mit seiner Hauptstadt Manama ist ein aus 33 Inseln bestehendes Königreich. Es liegt in einer Bucht im Persischen Golf. Im Osten vom Bahrain liegt Saudi-Arabien, im Westen Katar. Die Hauptinsel besteht vor allem aus Sanddünen und wird durch den King Fahd Causeway, eine 25 km lange Brücke, mit Saudi-Arabien verbunden. Landwirtschaftlich kann die Hauptinsel Bahrain nur an der Nordküste genutzt werden.

Im Bahrain herrscht bei hoher Luftfeuchtigkeit ein subtropisches und feuchtwarmes Klima. Der Schamal, ein feuchtheißer Wind, weht hier aus nordwestlicher Richtung, aus der Großen Arabischen Wüste weht der trockene und heiße Südwind Qaus. Die Durchschnittstemperaturen liegen in den Wintermonaten bei etwa 17 ° C und in den Sommermonaten bei ca. 34 ° C. Niederschläge sind in Bahrain nur sehr gering.
Bis auf die Landwirtschaft gibt es auf der Hauptinsel keine wirkliche Vegetation. Auch die Tierwelt weist nur wenige Arten auf – dazu zählen unter anderem Wüstenspringmäuse, Eidechsen und Mangusten.

Bahrain hat die größten urgeschichtlichen Grabstätten weltweit. Die bedeutendste Grabungsstätte ist Qal’at Bahrain, wo Tempel aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. (der Dilmun-Zeit) ausgegraben worden sind.
Zwischen den einzelnen Vierteln Bahrains findet man auf einem Gebiet von 30 km⊃2; an den Straßen mehr als tausend Hügelgräber. Aber auch neuere „Sehenswürdigkeiten“ gibt es in Bahrain – dazu gehört auch die Formel-1-Strecke südlich von Manama.

Die Hauptstadt selbst zeigt viele Gegensätze. In der so genannten „Diplomatic Area“ bilden Hochhäuser, Glastürme und Bankentempel ein Finanzzentrum, während in der direkten Nachbarschaft das traditionelle und orientalische Leben tobt. In den Bereich mit vielen verzierten Häusern gelangt man durch das Tor Bab al-Bahrain.
Im traditionellen Stadtteil duftet es nach Gewürzen, es gibt viele bunte Stoffe und Naturheilmittel und die so genannte Goldstraße mit vielen glänzenden, schönen Schmuckstücken.
Im Nordosten der Hauptstadt Manama liegt mit dem Nationalmuseum eines der größten Museen in der Golfregion. Außerdem gibt es mit dem Heritage Center ein traditionsreiches Museum und das Bait al-Qur’an (das „Haus des Koran“), in dem neben Ziergegenständen aus dem islamistischen Alltag auch außergewöhnliche Exemplare des Korans zu sehen sind. Auch ein Münzmuseum mit insgesamt 250 Münzen gibt es in Manama zu bestaunen.
Für Touristen öffnet in Manama jeden Vormittag die Al-Fateh-Moschee ihre Türen, die auf 2.900 m⊃2; Marmor und mit 70 m hohen Minaretten für etwa 5.000 Menschen Platz bietet.

Bahrain ist ein recht unsicherer Staat, weshalb der Tourismus hier nicht sehr stark aufblühen kann. Badeurlaub ist eigentlich kaum denkbar, denn die Strände sind nicht unbedingt sauber, da die Einheimischen nicht nachvollziehen können, warum Urlauber zum Badeurlaub anreisen – Strände werden deshalb nicht oft gesäubert. Grund dafür ist, dass sie selbst nicht im Meer baden, wirklich gute Strände sind in der Regel deshalb weit abgelegen und nur mit Hilfe der Einheimischen auffindbar.
Sehenswerter – wenn man als Tourist dennoch die Nähe des Wassers sucht – sind die Werften, in denen noch heute Segelschiffe aus Holz von Hand gebaut werden.

Zu den Einheimischen kann man als Tourist schnell Kontakt aufnehmen. Sie sind sich durchaus bewusst, dass Touristen kein Arabisch sprechen können – die Einheimischen versuchen deshalb, Englisch zu sprechen. Abgesehen von teurer Anreise und Übernachtung ist das ein positiver Punkt für die Gastfreundschaft von Bahrain.