Jemen
Jemen - Sanaa
Der Jemen mit seiner Hauptstadt Sanaa liegt im Süden der Arabischen Halbinsel. Er grenzt im Norden an Saudi-Arabien und im Osten an den Oman. Im Westen bildet das Rote Meer, im Süden bilden das Arabische Meer und der Gold von Aden die Grenzen des Jemen.
Das Klima im Jemen ist in den Küstenregionen feuchtheiß, generell gibt es aber kaum Niederschläge. Die Temperaturen in den Wintermonaten liegen bei 25 ° C, in den Sommermonaten bei etwa 33 ° C. Die Luftfeuchtigkeit ist mit 60 bis 85 % ganzjährig recht hoch, weshalb sich die Tagestemperaturen oft fast unerträglich heiß anfühlen.
Die Pflanzenwelt im Jemen ist auf Regionen begrenzt, in denen auch Bewässerung möglich ist oder natürliche Wasservorkommen vorhanden sind. So können entlang der Küste des Roten Meers Mangrovengebiete vorkommen. Vor allem Akazien prägen das Bild der jemenitischen Landschaft. An feuchten Berghängen wachsen noch immer Sträucher wie Balsam, Weihrauch und Myrrhe. Nationalbaum des Landes ist die Wüstenrose, die imposant und in prächtigen Farben blüht. Aber auch Obstbäume kommen im Jemen vor. Hierzu gehören Birnen und Äpfel und auch tropisches Obst wie Bananen und Papaya.
In Gegenden, die für Menschen unzugänglich sind, findet man noch vereinzelt Paviane, Leoparden und Hyänen. Auch Vögel wie Schlangenadler, Steppenadler oder auch Nektarvögel sind im Jemen beheimatet. In einem trockenen Land wie dem Jemen sind Reptilien nicht selten. Vor allem Agamen, Warane und Chamäleons haben ihre Heimat im Jemen.
Der Jemen ist bekannt als „Reich der Königin von Saba“. Zu seinen Sehenswürdigkeiten gehören die Altstadt von Sanaa, die Medina von Zabid und auch die Altstadt von Shibam (einschließlich Stadtmauer). Alle drei Orte wurden durch die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
In Bezug auf die Landschaft ist der Jemen ein recht reizvolles Land, allerdings gibt es keine touristische Infrastruktur.
Touristen sollten sich einige Sehenswürdigkeiten keinesfalls entgehen lassen. Hierzu gehören der Tunnel bei Bainun, die Imambrücke bei Hammam Dammt oder auch die Fußbrücke in Schahaara aus dem 16. Jahrhundert. Aus der Zeit der Königin von Saba stammt der Staudamm von Marib, der in der damaligen Zeit als Wasserverteilungssystem diente.
Im Jemen kann man als Tourist auch entspannen. Hier sind die Kalkkegel bei Mammam Dammt eine hervorragende Empfehlung, weil sich hier viele heiße Quellen und Badeanlagen mit mineralhaltigem Wasser gibt.
Trotz vieler Sehenswürdigkeiten ist der Jemen kein typisches Reiseziel, obwohl gegen das typische Image des Terrors kämpft. Zwar gibt es bereits Touristen, die berichten, dass der Jemen recht sicher sein, dennoch ist bei vielen Urlaubern noch die Angst vor Terrorismus und hält sie von Reisen in den Jemen ab.