Sudan
Sudan - Khartum
Der Sudan ist eine arabische Republik im Nordosten Afrikas am Roten Meer. Im Norden sind Libyen und Ägypten, im Westen die Zentralafrikanische Republik und Tschad seine Grenzen. Kenia, Uganda und der Kongo grenzen im Süden, Eritrea und Äthiopien im Osten an den Sudan.
Landschaftlich gesehen besteht der Sudan im Norden aus Wüstengebieten der Sahelzone und im Süden aus tropischen Regelwaldregionen.
Vor allem im Süden des Landes ist das Klima tropisch geprägt mit hohen Temperaturen und Niederschlägen, die im Süden stärker und im Norden sehr gering sind. Die Durchschnittstemperaturen bewegen sich zwischen 24 und 32 ° C, wobei am Tag bis zu 41 ° C erreicht werden können und sich die Nächte oft bis auf 4 ° C abkühlen.
In den Wüstenregionen ist die Pflanzenwelt nur spärlich mit Dornsträuchern und niedrigen Gräsern bestückt, in den Regenwaldgebieten hingegen mit hohem Gras. Wasserhyazinthen, Schilfgräser und Papyrus sind in Sumpfgebieten angesiedelt.
Aufgrund der recht guten Bedingungen sind im Süd- und Zentralsudan Giraffen, Elefanten, Büffel, Löwen, Hyänen, Antilopen, Krokodile und Flusspferde beheimatet. In den zehn Nationalparks im Sudan haben außerdem viele Wasser- und Greifvögel ihre Heimat.
Der Tourismus im Sudan ist noch wenig erschlossen. Nur der Nordosten ist derzeit uneingeschränkt sicher zu bereisen und bietet seinen Gästen viele Sehenswürdigkeiten. Die Hauptstadt Khartum dürfte wohl ein ganz besonderes Highlight sein. Die Stadt liegt am Zusammenfluss des Weißen und des Blauen Nils, deren Farbspiel ein wunderschönes Fotomotiv abgibt. Ein kleiner Tipp für Fotobegeisterte: Beim Fotografieren sollten Touristen hier vorsichtig sein, denn es ist schon häufig vorgekommen, dass Touristen deshalb verhaftet wurden.
Auch das Nationalmuseum mit pharaonischen und christlichen Ausstellungen sowie das Ethnographische Museum sind immer einen Besuch wert.
Die Nuba-Berge können Urlauber mit einem einheimischen Führer erkunden – das Gebiet ist eigentlich keine Touristenregion, weshalb ein erfahrener Einheimischer unumgänglich ist. Immerhin lauert hier erhöhte Minengefahr, so dass Straßen auch nicht verlassen werden dürfen.
Für Tauchbegeisterte bietet die kristallklare Unterwasserwelt des Roten Meers sehr schöne Tauchplätze, die bei weitem nicht so überfüllt sind, wie in Ägypten.
Das Hafenstädtchen Suakin ist eine besondere Attraktion – nämlich eine „Geisterstadt“, die in den 30er Jahren aufgegeben wurde und deren Häuser aus Korallen erbaut worden sind.
Nicht so hoch wie die Pyramiden Ägyptens, aber dennoch eindrucksvoll, sind die wertvollen Pyramiden der meroischen Pharaonen auf dem Pyramidenfeld bei Begrawiya. An diesem Ort halten sich nur selten Touristen auf, so dass man seinen Gedanken hier freien Lauf lassen und die Eindrücke in ruhiger Umgebung auf sich wirken lassen kann.