Tunesien
Tunesien - Tunis
Tunesien, der nordafrikanische Staat im Mittelmeer, grenzt im Westen an Algerien, im Südosten an Libyen und natürlich im Osten und Norden an das Mittelmeer. Sein Name wurde von seiner Hauptstadt, Tunis, abgeleitet. Die Insel Djerba gehört ebenfalls zu Tunesien.
Im Nordwesten wird Tunesien vom Tell-Atlas eingenommen. In Zentraltunesien ist Steppenland und Sahara vorherrschend. Mediterranes und arides Klima stoßen in Tunesien aufeinander. Von Nord nach Süd nehmen die Niederschläge ab und von Ost nach West wieder ein wenig zu. Im Norden herrscht winterfeucht-sommertrockenes Klima, die zentraltunesische Steppenregion ist im Sommer heiß und im Winter kalt. An der Mittelmeerküste ist das Klima vergleichsweise ausgeglichen.
Mediterraner Buch- und Laubwald mit Kork- und Steineichen sowie Aleppokiefern bewächst das Atlasgebirge sowie die Nordküste. In den Wäldern haben Wildschweine und Kleinwild ihren Lebensraum, in den Steppenregionen im Süden leben Gazellen. In den trockenen Wüstengebieten sind Skorpione, Schlangen, Heuschrecken und Bussarde beheimatet.
In Tunesien hatten zahlreiche Völker Einfluss auf die Geschichte des Landes. Berber besiedelten ursprünglich das Land, in dem etwa 800 v. Chr. die Phönizier ihre ersten Niederlassungen errichteten. Auch die Römer siedelten in Tunesien, ab dem 7. Jahrhundert wurde Tunesien arabisiert, im 12. Jahrhundert hatte es dann eine kulturelle Blütezeit. Mit dem 16. Jahrhundert bis zum Ende des 19. Jahrhunderts unterlag Tunesien der Osmanischen Herrschaft, die mit der Einführung des französischen Protektorats endete. Erst seit 1956 ist Tunesien unabhängig.
Tunesien hat sich mittlerweile zu einem sehr beliebten Reiseziel entwickelt. In den Touristengebieten und Großstädten ist die Infrastruktur ausgezeichnet und überall im Land sind Sehenswürdigkeiten zu finden.
Im Süden des Landes wird man von Salzseen, Sanddünen und Oasen, im Norden von einer fruchtbaren Gebirgslandschaft verzaubert.
In der Hauptstadt Tunis vereinen sich Modernität aus Europa und Tradition aus dem Orient. Neben traditionellen arabischen Palästen und verwinkelten Märkten stehen moderne Bürokomplexe. Die Medina, eine sehr gut erhaltene Altstadt der islamischen Welt, liegt im Zentrum von Tunis. Auch das Bardo-Museum und das Nationalmuseum sind sehr interessant. Der Badeort La Goulette, in dem Urlauber das Meer und auch die Strände uneingeschränkt genießen und den Tag in gemütlichen Lokalen ausklingen lassen können, ist ein Highlight.
Nicht so weit weg sind die Ruinen von Karthago, die auch sehr eindrucksvoll sind.
Hammamet ist der wohl beliebteste Ort für Touristen. Hier stechen die Kasbah, ein türckisches Bad und die Moschee besonders hervor. Die moderne Stadt Nabeul, nicht weit von Hammamet entfernt, bietet jeden Freitag einen Markt, der eine besondere Attraktion darstellt. Eine Tradition in Nabeul ist auch heute noch die Herstellung von Keramik, Tontöpfen und Parfüm.
Für Landschaftsbegeisterte lockt der Süden des Landes mit Wüsten, ausgetrockneten Salzseen und Oasen.
Tunesien hat für Touristen im Allgemeinen viel zu bieten. In den meisten Orten ist die lange, vielfältige geprägte Geschichte des Landes noch sichtbar und lädt Urlauber zum verweilen ein.